Beides ist üblich, und beides hat denselben Stichtag. Ein Adventskalender ist eines der wenigen Geschenke mit einer Frist: Er muss am 30. November beim Beschenkten stehen, sonst fängt der Advent ohne ihn an. Unterm Baum liegt er zu spät, da ist das letzte Türchen schon auf.
Rechne also rückwärts. Viele Röstereien liefern erst im Oktober oder November aus, und dann soll das Paket noch bei dir ankommen, bevor du es weitergibst. Wer Ende November anfängt zu suchen, verschenkt Ende November nichts mehr.
Als Geschenk funktioniert er aus einem Grund besonders gut: Kaffee zu verschenken ist sonst heikel. Kaufst du eine Tüte, entscheidest du für jemand anderen, ob hell oder dunkel, Espresso oder Filter. Liegst du daneben, steht ein halbes Pfund herum, das niemand mag, und ihr tut beide so, als wäre es super.
Beim Kalender fällt diese Entscheidung weg. Ein paar Sorten treffen ins Schwarze, ein paar nicht, und darüber lässt sich am Frühstückstisch streiten. Dazu kommt: Er erinnert vierundzwanzigmal an dich, nicht einmal beim Auspacken.
Und wenn du ihn dir selbst kaufst, brauchst du dafür keine Ausrede. Den halben Dezember über haben die meisten das Gefühl, für alle anderen zu besorgen. Vierundzwanzig Morgen für dich sind ein fairer Ausgleich.