Espresso Martini: Ein Wachmacher unter den Cocktails

Von der Kaffeelust-RedaktionAktualisiert am 3 Min.

Espresso Martini: Ein Wachmacher unter den Cocktails

Das Rezept auf einen Blick

Ergibt: 1 Cocktail

Zutaten

  • 45 ml Wodka
  • 30 ml Kahlúa (Kaffeelikör)
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 10 ml Zuckersirup
  • Eiswürfel
  • Kaffeebohnen, Kakaopulver oder Orangenzeste zum Garnieren (optional)

Zubereitung

  1. Espresso frisch brühen und kurz abkühlen lassen — warmer Espresso lässt das Eis zu schnell schmelzen und verwässert den Cocktail.
  2. Einen Shaker zur Hälfte mit Eiswürfeln füllen und Wodka, Kahlúa, Espresso und Zuckersirup dazugießen.
  3. Shaker verschließen und kräftig für etwa 15 bis 20 Sekunden schütteln — das erzeugt den feinen Schaum und kühlt den Cocktail herunter.
  4. Den Inhalt durch ein feines Sieb in ein gekühltes Martiniglas abseihen und sofort servieren.

Der Espresso Martini entstand Ende der 1980er Jahre in einer Bar in London. Barkeeper Dick Bradsell mixte damals Wodka, Kaffeelikör, frisch gebrühten Espresso und Zuckersirup zu einem Drink, der gleichzeitig aufweckt und berauscht. Der Legende nach fragte eine bekannte britische Gästin in seiner Bar nach einem Getränk, das sie wach machen sollte, und Bradsell antwortete mit genau diesem Cocktail. Wie viel an der Geschichte stimmt, lässt sich heute nicht mehr sicher sagen.

Fest steht: der Espresso Martini verbreitete sich schnell in der Londoner Barszene und gewann rasch an Beliebtheit. Er wurde zu einem klassischen Cocktail und fand seinen Platz auf Cocktailkarten weltweit. Heute gehört er zu den festen Größen, die auch Jahrzehnte nach ihrer Erfindung noch überall gemixt werden.

Was den Espresso Martini ausmacht

Der Reiz liegt im Zusammenspiel zweier Gegensätze. Die Bitterkeit und Kraft des Espressos treffen auf die Süße des Kaffeelikörs, dazu kommt der Alkohol des Wodkas. Diese Kombination aus Koffein und Alkohol ist es auch, die den Cocktail für viele so reizvoll macht: er weckt und berauscht gleichzeitig.

Wer den Cocktail schüttelt statt rührt, presst außerdem Luft in die Flüssigkeit und erzeugt die charakteristische, cremige Schaumkrone auf der dunklen Oberfläche. Genau dieses Zusammenspiel aus Farbe, Textur und Geschmack hebt ihn optisch von anderen Cocktails ab und macht ihn zu einem Augenschmaus, bevor das erste Glas überhaupt angesetzt wird.

Das Grundrezept

Für einen klassischen Espresso Martini brauchst du:

  • 45 ml Wodka
  • 30 ml Kahlúa (Kaffeelikör)
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 10 ml Zuckersirup
  • Eiswürfel
  • optional: Kaffeebohnen, Kakaopulver oder Orangenzeste zum Garnieren

Das Verhältnis lässt sich anpassen, aber diese Mengen sind der Ausgangspunkt, an dem sich die meisten Rezepte orientieren.

Espresso Martini Cocktail Rezept

So gelingt die Zubereitung

Brüh zuerst den Espresso frisch und lass ihn kurz abkühlen. Ein warmer Espresso lässt das Eis im nächsten Schritt zu schnell schmelzen und verwässert den Cocktail. Fülle einen Shaker zur Hälfte mit Eiswürfeln und gieße Wodka, Kahlúa, Espresso und Zuckersirup dazu.

Verschließe den Shaker und schüttle kräftig für etwa 15 bis 20 Sekunden. Erst dieses kräftige Schütteln erzeugt den feinen Schaum, der den Cocktail ausmacht, und kühlt ihn gleichzeitig herunter. Seihe den Inhalt anschließend durch ein feines Sieb in ein gekühltes Martiniglas ab und serviere ihn sofort.

Hand giesst Kaffeecocktail aus Shaker in Martiniglaeser auf Tablett

Straight up servieren

Ein Espresso Martini wird „straight up" serviert, also ohne Eis, direkt im gekühlten Cocktailglas. Das ist mehr als eine Formsache: Ohne Eis im Glas bleibt der Schaum stabil, und die Temperatur, die der Cocktail beim Schütteln bekommen hat, verändert sich nicht mehr durch schmelzendes Eis. Ein vorgekühltes Glas hält diesen Zustand länger.

Die richtige Garnitur

Zur Garnitur eignen sich ganze Kaffeebohnen, die beim Zerbeißen zusätzliches Aroma freisetzen, gemahlener Kaffee für einen intensiveren Kaffeegeruch auf dem Schaum oder eine Orangenzeste, die dem Cocktail eine frische, leicht bittere Note gibt. Kakaopulver bringt zusätzlich eine schokoladige Nuance hinein. Welche Garnitur passt, ist am Ende reine Geschmackssache, und du kannst auch mehrere davon kombinieren.

Espresso Martini

Varianten für den eigenen Geschmack

Das Grundrezept lässt sich anpassen. Mehr oder weniger Zuckersirup verändert die Süße, ein anderer Kaffeelikör verschiebt das Aroma in Richtung Schokolade, Vanille oder Gewürze. Auch die Menge an Espresso oder Wodka kannst du variieren, je nachdem, ob dir der Kaffee- oder der Alkoholanteil wichtiger ist.

So bleibt der Espresso Martini trotz festem Grundgerüst ein Cocktail, den jede und jeder auf die eigene Art mixen kann. Genau diese Offenheit für kleine Anpassungen hat ihm über die Jahrzehnte zu seinem festen Platz in der Cocktailwelt verholfen.

Kaffeelust-Redaktion

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