Espresso Macchiato: ein Espresso mit einem Fleck Milch

Von der Kaffeelust-RedaktionAktualisiert am 2 Min.

Espresso Macchiato: ein Espresso mit einem Fleck Milch

Das Rezept auf einen Blick

Ergibt: 1 Espressotasse (60 bis 80 ml)

Zutaten

  • 1 Espresso, gerne etwas kräftiger gemahlen als sonst
  • 2 bis 3 TL Milchschaum

Zubereitung

  1. Espresso ganz normal in die vorgewärmte Espressotasse (etwa 60 bis 80 ml) beziehen.
  2. Milch aufschäumen — 50 ml sind genug — zu feinporigem, glänzendem Schaum, zwischen 60 und 65 °C.
  3. Schaum kurz im Kännchen zurückhalten, damit er sich sammelt, dann zwei bis drei Löffel mittig auf die Crema geben, sodass die Crema am Rand sichtbar bleibt.
  4. Sofort und ohne Umrühren servieren.

Wer in Deutschland „Macchiato" bestellt, bekommt meistens ein hohes Glas mit viel Milch. In Italien bekommt man eine Espressotasse mit einem Löffel Schaum darauf. Beides heißt Macchiato, und beide Male bedeutet das Wort dasselbe: gefleckt.

Zwei Getränke, ein Name

„Macchiato" ist das Partizip von macchiare, flecken. Die Frage ist nur, was hier gefleckt wird.

Beim Espresso Macchiato ist es der Espresso. Er bleibt das Getränk, die Milch ist der Fleck: ein Löffel Schaum, mehr nicht. In der Bar in Italien heißt er oft nur caffè macchiato, weil caffè dort ohnehin Espresso meint.

Beim Latte Macchiato ist es umgekehrt. Da steht die Milch im Glas und der Espresso ist der Fleck, den man beim Eingießen durch die Schicht fallen sieht. Das ist das Getränk, das die meisten hierzulande meinen.

Wenn du in Italien einen Latte bestellst, bekommst du übrigens ein Glas kalte Milch. Ohne Kaffee.

Was du brauchst

  • Einen Espresso, gerne etwas kräftiger gemahlen als sonst
  • Zwei bis drei Teelöffel Milchschaum
  • Eine Espressotasse, etwa 60 bis 80 ml

Mehr Milch braucht es nicht. Sobald die Tasse halb voll ist, ist es kein Macchiato mehr, sondern ein sehr kleiner Cappuccino.

So gelingt er

Espresso beziehen. Ganz normal, in die vorgewärmte Tasse. Kalte Tassen ziehen die Temperatur so schnell raus, dass der Espresso im Mund flach wirkt.

Milch aufschäumen. Ein kleiner Rest reicht, 50 ml sind genug. Ziel ist feinporiger, glänzender Schaum, kein steifer Berg. Zwischen 60 und 65 °C ist die Milch am süßesten. Darüber schmeckt sie zunehmend nach gekocht.

Den Fleck setzen. Halte den Schaum kurz im Kännchen zurück, damit er sich sammelt, und gib dann zwei, drei Löffel mittig auf die Crema. Der Schaum soll obenauf liegen und die Crema am Rand sichtbar lassen. Genau das ist der Fleck.

Sofort trinken. Ein Espresso Macchiato ist nach zwei Minuten ein anderes Getränk. Serviert wird er ohne Umrühren.

Espresso Macchiato neben Tiramisù

Wenn er nicht schmeckt

Schmeckt er wässrig, war zu viel Milch drin. Der Espresso trägt hier alles, die Milch nimmt ihm nur die Spitze.

Schmeckt er bitter, liegt es fast nie an der Milch, sondern am Espresso darunter. Gröber mahlen ist der erste Versuch.

Und wenn der Schaum sofort einsinkt, war er zu luftig geschlagen. Für einen Macchiato brauchst du dichten Schaum, keinen Schaumberg, wie er auf einen Cappuccino gehört.

Mit Pflanzendrink

Hafer funktioniert am besten, weil er genug Eiweiß und Zucker mitbringt, um stabil zu schäumen. Barista-Varianten sind dafür angepasst. Mandel und Reis fallen schneller zusammen, das ist bei zwei Löffeln aber verschmerzbar.

Kaffeelust-Redaktion

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